Längere Haltbarkeit für Zahnimplantate

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Das Einsetzen von Zahnimplantaten ist mittlerweile zur gängigen Praxis geworden, so werden pro Jahr schätzungsweise eine Millionen solcher Eingriffe durchgeführt. Bei 20 bis 40 Prozent der Implantate treten allerdings ab fünf Jahre nach Einsatz leichte bis schwere Komplikationen auf, die bis hin zum Verlust des Implantats führen können. Das Team rund um Zahnmediziner Reiner Mengel vom Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Marburg hat Ursachenforschung betrieben und präsentierte jüngst seine Ergebnisse, die auf eine erhöhte Haltbarkeit der Implantate hoffen lassen. Überbelastung, schlechte Mundhygiene und Vorerkrankungen wirken sich negativ auf das Implantat aus. Darüber hinaus schwächen Stress, Nikotin und die Einnahme von bestimmten Medikamenten das Immunsystem, wodurch bakterielle Infektionen gehäuft auftreten. Mengel setzt deshalb verstärkt auf die Schulung von Patienten, in denen präventiv über Entzündungen und deren Ursachen im Implantatbereich aufgeklärt wird.